Vorsorge zur würdevollen Bestattung

Initiative für Hinterbliebene

Die Initiative für Hinterbliebene wurde am 17. November 2011 gegründet. Dies genau 130 Jahre nach der Kaiserlichen Botschaft zu den Themen Vorsorge und eigenverantwortliche Absicherung zum Beispiel von Todesfällen. weiter ...

Tag der Hinterbliebenen

Ausruhen

Der Tag der Hinterbliebenen am 17. November bietet die Möglichkeit der Besinnung aber gibt auch für die anfallenden Aufgaben nach dem Tod eines Angehörigen oder Freundes viele hilfreiche Tipps, Informationen und Problemlösungen.

Finden Sie hier mehr Informationen zum
Tag der Hinterbliebenen:

 

Grußwort zum Tag der Hinterbliebenen

Jürgen Fliege

Sehr geehrte Damen und Herren,

Trauer ist eine große Form der Liebe und sie verhält sich nach den Gesetzen der Liebe. Sie richtet nicht, sie ist grenzenlos, sie ist groß und unerklärlich und sie ist mächtig wie die Liebe. Und wenn wir ihr begegnen und mit ihr leben müssen, dann ist es gut sich ihr zu unterwerfen, wie man sich eben als Liebender und Liebende der Liebe unterwirft. Wir sind Kinder der Liebe und Kinder der Trauer. Sie nimmt uns mit wie ein Strom der aus dem Gebirge polternde und schmerzhaft und über Kaskaden und Wasserfälle in die Tiefe stürzt, kein Boden mehr unter den Füssen und dann doch von Wasser gehalten. Aber der Tag wird kommen, ganz gewiss, da wird jeder Gebirgsbach und jeder reißende Strom in der Ebene ankommen. Das Fließen wird nicht mehr so schmerzhaft sein und die Ruhe kehrt ins Herz zurück und der Ozean in dem alles Wasser mündet kommt spürbar näher.

So oder so ähnlich sehen unsere Trauererfahrungen doch aus! Und langsam und nur sehr langsam verändert sich die anfängliche Erfahrung, dass der Tod des Liebsten wirkt, wie wenn das Leben sich gegen den Trauernden verschworen hätte, in eine Erfahrung, dass jeder aber auch jeder von uns geht, wenn sein Leben vollendet ist. Und dann kommt die uralte Erfahrung vorsichtig ans Licht und ins Herz, dass unsere Liebsten nicht gegen uns gestorben sind als Verschwörung des Lebens, sondern rechtzeitig für uns verstorben sind, als Geschenk des Lebens, das wir für immer in unserem Herzen tragen als eine Erinnerung und Orientierung, dass die Liebe nimmer aufhört.

Ihr Jürgen Fliege

 

Impressionen

Grußwort zum Tag der Hinterbliebenen

Der Tod von Angehörigen erschüttert das Leben.

Oft genug werden Hinterbliebene von bohrenden Fragen getrieben, ob rund um das Sterben ihrer Angehörigen alles richtig gemacht worden ist. Sie haben meist existentielle Angst, wissen nicht, wie sie ohne den Verstorbenen  mit allem fertig werden können. Sie müssen ihr eigenes Leben umbauen und wissen nicht wie. Sie sind meist ungeübt in Bezug auf die Dinge, die rund um den Tod zu tun und zu entscheiden sind. Sie haben sehr häufig finanzielle Sorgen und so gut wie keine finanzielle Unterstützung, dafür aber hohe Kosten für Beerdigung, Beerdigungscafe und so weiter. Sie finden oft bei anderen Menschen nur oberflächlichen Trost. Das Risiko, selbst zu sterben, ist nach dem Tod eines nahen Angehörigen um ein Vielfaches größer als sonst. Daher sind alle Initiativen, die Menschen in dieser Krise unterstützen, sehr wichtig und unbedingt zu unterstützen.

Gut, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen, auch wenn wir selbst momentan nicht betroffen sind. Gut, sich Gedanken zu machen, wie es im Falle eines Falles gehen könnte, einen Plan zu haben, wie die Krise bewältigt werden kann, wenn möglich finanziell vorzusorgen. Gut auch, sich Informationen zu sammeln, welche Hilfsangebote in der Gesellschaft vorhanden sind und einem im Notfall beiseite stehen könnten: Trauergruppen, Beratungsstellen und vieles mehr. Gut auch, sich zu fragen, was an Hilfsangeboten noch aufgebaut werden müsste, damit Menschen diese Krise besser bewältigen können. Denn im Ganzen gesehen werden in unserer Gesellschaft die Bedürfnisse Hinterbliebener und Trauernder meiner Meinung nach viel zu wenig gesehen.

Ich wünsche der Initiative für Hinterbliebene Erfolg.

Detlef Wendler, ev. Pfarrer und Buchautor

Sozialämter - Begräbniskosten

Saarbrücker Zeitung: Sozialämter müssen zunehmend für Begräbniskosten aufkommen

3. März 2012 Saarbrücken (ots) - Die Sozialämter in den Kommunen müssen immer häufiger für die Kosten von Bestattungen einspringen, weil die Hinterbliebenen dazu finanziell nicht in der Lage sind. Wie die "Saarbrücker Zeitung" (Samstag-Ausgabe) unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes berichtet, haben die Behörden im Jahr 2010 für 22.651 Personen eine entsprechende Kostenerstattung vorgenommen. Das waren fast 19 Prozent mehr als im Jahr davor. Verglichen mit dem Jahr 2006 ist die Anzahl der Personen, denen die Kosten für ein Begräbnis von Angehörigen ausgeglichen werden mussten, sogar um 64 Prozent gestiegen. Damals waren rund 13.800 Bürger betroffen gewesen.

Die kommunalen Ausgaben für diese so genannten Sozialbestattungen beliefen sich im Jahr 2010 auf gut 57,1 Millionen Euro. Das waren 4,3 Millionen mehr als im Jahr zuvor und rund 16 Millionen Euro mehr als im Jahr 2006.

Nach dem Gesetz werden die erforderlichen Kosten einer Bestattung übernommen, soweit sie den hierzu verpflichteten Angehörigen nicht zugemutet werden können. Der Gesetzgeber hat allerdings nicht festgelegt, welche Leistungen zu einer Sozialbestattung gehören. "Notwendig sind verbindliche Standards, die ein Mindestniveau an Bestattungskultur und Menschlichkeit auch für Arme garantieren und über das bloße Unter-die-Erde-bringen hinausgehen", sagte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, der Zeitung.

Sollte ich mich zu Lebzeiten mit dem
Thema Tod und Sterben befassen?

Ja, unbedingt.
Diese Themen gelten bei vielen von uns als Tabuthema, wer sich aber nicht damit außeinandersetzt, kann auch keinen Einfluss auf seine eigene Beerdigung nehmen. Der organisatorische Ablauf bis hin zur Sargauswahl und Finanzierung sollten bereits zu Lebzeiten festgelegt werden, damit die Hinterbliebenen in der Situation der Trauer entlastet werden.
 

Herzinfarkt und Schlaganfall - kennen Sie Ihr Risiko?
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